Die 12 Archetypen – Ursprungsbilder des menschlichen Bewusstseins
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Seit dem die Menschen angefangen haben in größeren Siedlungen und Gemeinschaften zusammenzuleben, gibt es den Ansatz verschiedene Gruppierungen festzulegen, damit die Kraft der Gemeinschaft bestmöglich genutzt werden kann. Wer handwerklich begabt war, half beim bauen, wer gut kochen oder pflegen konnte, kümmerte sich bspw. um die Kranken und wer stark oder schnell war ging auf Jagd. In allen Kulturen der Welt gab es verschiedene Musterungen oder Eignungstest um die Stärken und Schwächen herauszufinden und den Menschen dabei zu unterstützen, seine besonderen Fähigkeiten hervorzuheben.
Über die Jahrhunderte hinweg wurde es immer offensichtlicher, dass es bestimmte Grundprägungen gab die sich über jegliche Kultur und Zeit hinweg wiederholten. Jede Kultur und jede Zeit, hat Gelehrte, Herrscher, Krieger, Künstler usw. hervorgebracht und diese Menschen hatten bestimmte Merkmale, völlig egal welchen Bildungshintergrund, welche Religion, welches Alter oder aus welcher Region oder Zeit sie stammten. Daraus entstanden irgendwann mal die sogenannten Archetypen, was im griechischen so viel heisst wie „Ursprungsbild“.
Der Schweizer Psychiater C.G. Jung belebte das Konzept der Archetypen Anfang des letzten Jahrhunderts und legte den Fokus nicht mehr so sehr auf die physischen Merkmale und Talente von Menschen sondern eher auf ihre psychologischen Handlungsmuster. Jung postulierte dass die Merkmale der Archetypen (Krieger, Herrscher, Gelehrter etc.) tief im kollektiven Unterbewusstsein der Menschen verankert wären - auch wenn es keine Funktion mehr für bestimmte Archetypen gäbe, bspw. kein Krieger mehr benötigt wird, weil es keinen Krieg mehr gibt. Doch da die ganze Menschheitsgeschichte geprägt von Archetypen ist, ziehen uns diese Bilder immer wieder magisch an. Wir drücken die Archetypen in Literatur, Kunst und Musik aus. Wir träumen von ihnen, wir sehnen uns nach ihnen. Bis heute wendet man in Marketing und Storytelling die Archetypen an, um Zielgruppen zu erreichen und Verbindung herzustellen.
Spiegel statt Schublade
Bei Wolf & Adler verstehen wir Archetypen nicht als Etiketten mit denen wir Menschen in eine Schublade stecken wollen, sondern als Spiegel.
Sie zeigen uns, was uns antreibt, wonach wir uns sehnen – und wo wir uns selbst im Weg stehen.
Jeder Archetyp bringt Stärken mit.
Und jede Stärke hat eine Schattenseite.
Nicht, um uns einzuordnen.
Sondern um bewusster zu werden.
Warum Archetypen heute relevant sind
In einer Welt voller Möglichkeiten verlieren wir leicht die Verbindung zu uns selbst. Archetypen können Orientierung geben – nicht als Anleitung von außen, sondern als Erinnerung von innen.
Ein unbewusst gelebter Archetyp steuert uns.
Ein bewusst integrierter Archetyp dient uns.
Die 12 Archetypen sind: Der Unschuldige, Der Weise, Der Entdecker, Der Rebell, Der Zauberer, Der Held, Der Liebende, Der Narr, Der Jedermann, Der Betreuer, Der Herrscher, Der Schöpfer
Eine Einladung
Wenn du tiefer eintauchen möchtest und verstehen willst, welche Archetypen dich prägen, findest du im Mindful Tribe den Raum dafür – nicht als Konzept, sondern als Erfahrung.
